DesignSep 30, 2026, 5:17 PM

Architektur-Portfolio-Vorlagen: ARCHITEC gegen PixWork im direkten Vergleich

Architektur-Portfolio-Vorlagen: ARCHITEC gegen PixWork im direkten Vergleich
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Zwei der meistgenutzten Architektur-Portfolio-Vorlagen, ARCHITEC und PixWork, werden hier für digitale Präsentationen in Adobe InDesign getestet und angepasst. ARCHITEC von Designcy Studio erweist sich als robustere Option für etablierte Büros, während PixWorks Vorlage eine sicherere Wahl für Studierende und Berufseinsteiger darstellt. Diese Behauptungen werden im Folgenden detailliert untermauert, auch wenn abweichende Meinungen erwartet werden.

Beide Vorlagen wurden bereits ausführlich vorgestellt und sind über Adobe Stock erhältlich. Sie nutzen eine Leinwandgröße von 1920 x 1080 Pixeln, verhalten sich jedoch in ihrer Anwendung sehr unterschiedlich. Angesichts der Tatsache, dass Portfolio-Präsentationen heutzutage hauptsächlich auf Bildschirmen erfolgen, ist eine bildschirmoptimierte Architektur-Portfolio-Vorlage kein zusätzlicher Vorteil mehr, sondern eine Grundvoraussetzung. Die entscheidende Frage ist daher die nach der Eignung für den jeweiligen Zweck.

ARCHITEC empfiehlt sich für Präsentationen eines Studios vor Klienten, während PixWork besser passt, wenn es darum geht, sich selbst einem potenziellen Arbeitgeber vorzustellen. Dies ist die prägnante Antwort, die in den meisten Fällen zutrifft. ARCHITEC umfasst 18 Seiten, die in fünf Funktionsbereiche unterteilt sind, darunter Projektseiten mit detaillierten Angaben zu Typ, Größe, Standort und Fertigstellungsjahr. PixWork hingegen bietet eine Gliederung mit Index, Projektseiten, verschiedenen Layout-Optionen, einem Portfolio-Bereich und einer Dankesseite, wobei die genaue Seitenzahl nicht angegeben ist. Dieser Unterschied wird als „leserzentrierte Reihenfolge“ bezeichnet, bei der die Anordnung der Seiten auf die Bedürfnisse des Betrachters abgestimmt ist.

Ein wesentlicher gemeinsamer Nenner beider Vorlagen ist ihre primäre Ausrichtung auf Architekten. PixWork erwähnt zudem Projekte aus den Bereichen Grafik- und Innenarchitektur, während ARCHITEC auch für Innenarchitekturbüros und Stadtplanungsteams geeignet ist. Jedes Element in InDesign ist bearbeitbar, und alle Bilder und Texte sind Platzhalter, was bedeutet, dass die Vorlagen ohne echtes Projektmaterial geliefert werden und der Nutzer die gesamte Inhaltserstellung selbst übernehmen muss. Die Verwendung einer Leinwandgröße von 1920 x 1080 Pixeln ist mittlerweile Standard, da sie Bildschirmen und Projektoren entspricht und Breitbildformate eine bessere Darstellung von Gebäudefassaden ermöglichen.

ARCHITEC zeichnet sich durch das Prinzip der „Rahmendisziplin“ aus, das konsistente Bildausschnitte unabhängig von der Fotoauswahl gewährleistet. Diese strenge Rahmung schützt das Layout vor Inkonsistenzen. Ein weiteres wichtiges Konzept ist die „proportionale Vertrauensschwelle“, die besagt, dass Daten- und Bildtabellen dieselbe Gitterlogik teilen sollten. ARCHITECs Auszeichnungstabelle nutzt dieselben Spaltenproportionen wie ihre Bildraster, wodurch alle 18 Seiten als ein kohärentes System wirken. ARCHITEC bietet zudem glaubwürdigkeitsfördernde Seiten wie Teamprofile, Testimonials und eine Kontaktseite, die für Studios von größerer Bedeutung sind als zusätzliche Projektseiten. Ein Manko von ARCHITEC sind die festen Porträtformate für Teamfotos und die ausschließlich dunklen Cover-Optionen. PixWorks Vorlage hingegen glänzt durch ihre Erzählstruktur, die den Entwurfsprozess und wichtige Details hervorhebt, was besonders für Bewerber relevant ist, da Arbeitgeber Designer einstellen, die ihre Denkweise zeigen können. Die „Transparenzlücke der Spezifikationen“ beschreibt die Diskrepanz zwischen den Versprechen einer Vorlage und dem, was vor dem Kauf überprüfbar ist. Eine kleine Lücke bedeutet, dass Seitenzahl und Leinwand im Voraus bekannt sind. Ein „Pitch-Portfolio“ zielt darauf ab, Kunden zur Beauftragung eines Studios zu überzeugen, während ein „Bewerbungsportfolio“ darauf abzielt, einen Arbeitgeber zur Einstellung einer Person zu bewegen. ARCHITEC eignet sich für ein Pitch-Portfolio, PixWork für ein Bewerbungsportfolio.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Wahl der richtigen Vorlage von der individuellen Situation abhängt. Architekturstudierenden und Absolventen wird PixWork empfohlen, da es ideal für Bewerbungen ist, wobei die Dankesseite durch eine Kontaktseite ersetzt werden sollte. Kleine Studios und freiberufliche Architekten profitieren von ARCHITEC, das die Portfolio-Erstellung erheblich beschleunigt. Für Innen- und Grafikdesigner sind beide Vorlagen nutzbar, wobei PixWork explizit Grafikdesignprojekte benennt. Studios mit eigenen Designern sollten eigene Systeme entwickeln, da Vorlagen nur bei Zeitmangel sinnvoll sind. Um eine InDesign-Portfolio-Vorlage zu testen, empfiehlt sich ein „Verhältnis-Kollisionstest“, bei dem Bilder unterschiedlicher Formate eingefügt werden, um die Reaktion der Rahmen zu prüfen. Auch das Einfügen echter Projektbeschreibungen und das Exportieren eines PDFs zur Betrachtung auf Mobiltelefonen sind entscheidend. Zukünftig werden Datenseiten und die klare Kennzeichnung als „Pitch-“ oder „Bewerbungsportfolio“ entscheidende Verkaufsargumente sein, während horizontale Bildkompositionen vertikale Darstellungen übertreffen werden.

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