KFC enthüllt umfassende globale Markenüberarbeitung: Neue Optik und Erlebnisräume
Kentucky Fried Chicken (KFC) hat kürzlich eine umfangreiche Neuausrichtung seiner globalen Markenpräsenz angekündigt. Diese Initiative geht über eine bloße visuelle Auffrischung hinaus und beinhaltet auch die Einführung neuer Restaurantlayouts, innovative Produktlinien sowie eine stärkere Betonung der Kernwerte der Marke. Der Fokus liegt darauf, die Identität des Unternehmens zu modernisieren und gleichzeitig seine historischen Wurzeln zu ehren.
KFC, im Jahr 1930 von Harland D. Sanders in Corbin, Kentucky, ins Leben gerufen, expandierte in den 1950er-Jahren durch das Franchisesystem, wobei das erste Franchise-Restaurant 1952 in Salt Lake City eröffnet wurde. Die Marke wechselte 1986 für 840 Millionen US-Dollar zu PepsiCo und wurde 1997 in Tricon Global Restaurants ausgegliedert, das heute als Yum! Brands bekannt ist. Mit rund 30.000 Restaurants weltweit (Stand 2024), die hauptsächlich frittiertes Hähnchen über Franchise-Partner anbieten, ist KFC ein globales Phänomen. In Deutschland betreibt KFC 187 Restaurants, alle auf Franchise-Basis, seit der Eröffnung der ersten Filiale 1968 in Frankfurt am Main.
Das aktuelle Rebranding von KFC verfolgt eine Strategie der behutsamen Evolution anstelle eines radikalen Bruchs. Das überarbeitete Erscheinungsbild bewahrt eine enge Verbindung zu den vertrauten Markensymbolen: dem Abbild von Colonel Sanders und dem unverwechselbaren Hähncheneimer. Beide Elemente wurden grafisch verfeinert und in der Markenkommunikation prominenter platziert. Der neue Auftritt wird durch eine frische Schriftart und ein kohärenteres Designsystem ergänzt, das sich über Verpackungen, digitale Plattformen und die Restaurantumgebung erstreckt.
Darüber hinaus entwickelt die Fast-Food-Kette ihre physischen Standorte weiter. Neue Restaurantformate zielen darauf ab, eine höhere Aufenthaltsqualität, fortschrittliche digitale Dienste und flexible Nutzungsmöglichkeiten zu bieten. Durch diesen Ansatz beabsichtigt KFC, das Markenerlebnis über das Kernprodukt hinaus zu erweitern und eine ansprechendere Umgebung für seine Kunden zu schaffen.
Die Einführung des erneuerten Markendesigns beginnt in Großbritannien und Irland und wird sukzessive international ausgerollt. Dieser frische Markenauftritt wurde in Zusammenarbeit mit JKR Global entwickelt. In der Unternehmensgeschichte wurde das Markendesign und das Konterfei von Colonel Sanders bereits mehrfach neu interpretiert. Bedeutende Änderungen gab es zuletzt 2015 und 2006. Im Rahmen des jüngsten Redesigns wurden die Buchstaben der KFC-Wortmarke kräftiger gestaltet, während die Serifen weniger ausgeprägt sind, was zu einem modernen und doch vertrauten Erscheinungsbild führt.
Das primäre KFC-Logo, das die Bildmarke des Colonels enthält, wurde in Stil und Komposition modifiziert. Die trapezförmige Gestaltung ist nun oben und unten gewölbt, was eine stärkere Anlehnung an die dreidimensionale Form der charakteristischen KFC-Buckets darstellt. Die schwarze Colonel-Bildmarke ist deutlich vergrößert und wird beidseitig von roten, um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedrehten KFC-Wortmarken flankiert. Dieses Redesign positioniert KFC als eine moderne globale Marke, die ihre historischen Erkennungsmerkmale bewahrt. Diese Entwicklung entspricht einem aktuellen Trend im Brand Design, bei dem etablierte Marken ihre visuellen Kernelemente schärfen und gleichzeitig neue Erlebnisräume für verschiedene Kanäle schaffen.
Bei KFC sind Erneuerung und Weiterentwicklung ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Etwa alle zehn Jahre erfährt das Porträt des Colonels eine optische Anpassung. Im Jahr 2006 wurde eine stark vereinfachte, illustrative Darstellung der Bildmarke eingeführt, die 2015 weiter reduziert wurde. Nach der jüngsten Überarbeitung ist die sichtbar vergrößerte Bildmarke zum dominanten Gestaltungselement geworden. Insbesondere zwei Änderungen in der Strichzeichnung sind auffällig und tragen zu einem veränderten Ausdruck bei: Erstens wurde eine Halspartie an beiden Kopfseiten hinzugefügt. Zweitens hat sich die Form der für Harland D. Sanders typischen Halsschleife, einer Western-Schleife, verändert. Die nach unten verlaufenden Bänder berühren sich nicht mehr, ihr Abstand wurde vergrößert. Während die frühere Zeichnung eher skizzenhafte Züge aufwies und oft als Karikatur wahrgenommen wurde, erinnert die neue Darstellung nun an eine Büste. Der Ausdruck ist würdevoller, innerhalb der gewählten Stilistik. Obwohl die neue Darstellung der Schleife von der historischen Form abweicht, reduziert sie die Anfälligkeit der Markenfigur für humoristische Fehlinterpretationen, was als kluge Anpassung gewertet werden kann. Auch die trendige, kräftige Typografie findet Anklang und trägt zum frischen Auftritt bei.
