Küchenumbau im Berliner Stadtpalais: Eine Neuinterpretation von GRAFT-Design
In einem eleganten Berliner Stadtpalais hat das renommierte Architekturbüro Into Stories eine umfassende Neugestaltung der Küche vorgenommen. Das Projekt, bekannt als „ALM“, verfolgte das Ziel, den Kochbereich durch intelligente Raumgliederung und Materialwahl zu revitalisieren. Die Herausforderung bestand darin, die von GRAFT im Jahr 2011 etablierte Ästhetik zu respektieren und gleichzeitig neue Funktionalität, Helligkeit und Offenheit zu schaffen. Das Ergebnis ist eine moderne Küche, die durch ihre diagonale Schrankwand und eine freistehende Kochinsel besticht, den Raum neu strukturiert und harmonische Übergänge zu den angrenzenden Wohnbereichen schafft, wodurch sie zu einem zentralen und einladenden Treffpunkt wird.
Die Umgestaltung umfasste nicht nur ästhetische Anpassungen, sondern auch grundlegende strukturelle Verbesserungen. Der bestehende Dielenboden wurde erneuert, Sanitär, Elektrik und Beleuchtung modernisiert. Durch die geschickte Neuanordnung des Raumes, insbesondere durch die diagonale Schrankwand, konnte ein klar definierter Eingangsbereich geschaffen werden. Die Küche präsentiert sich nun als ein Ort, der sowohl durchdachte Funktionalität als auch eine einzigartige Atmosphäre bietet, in der Edelstahl auf hellblaues Douglasienfurnier trifft und somit eine spannende Materialästhetik erzeugt.
Innovatives Raumkonzept durch diagonale Gliederung
Die Neugestaltung der Küche im Berliner Stadtpalais durch Into Stories zeichnet sich durch ein innovatives Raumkonzept aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei die diagonale Schrankwand, die den Grundriss auf subtile Weise neu gliedert. Diese unkonventionelle Anordnung verbindet nicht nur die Bereiche auf eine neue Art und Weise, sondern schafft auch zusätzliche Sichtachsen und eine erweiterte Raumtiefe. Die Schrankwand fügt sich nahtlos in die bestehende Architektur ein und verstärkt den offenen Charakter der Wohnung, indem sie die verschiedenen Funktionsbereiche optisch miteinander verknüpft, ohne sie vollständig zu trennen. Dies führt zu einem fließenden Übergang zwischen Küche, Esszimmer und Wohnbereich.
Vor der diagonalen Schrankwand positioniert sich eine freistehende Kücheninsel, die als multifunktionaler Mittelpunkt dient. Sie beherbergt Kochfeld und Spüle und bietet ausreichend Platz für die Zubereitung von Speisen, gemeinsames Essen und gesellige Runden. Die bewusste Entscheidung, raumhohe Einbauten vor den historischen Altberliner Bogenfenstern zu entfernen, ermöglichte es, das natürliche Tageslicht tief in den Raum eindringen zu lassen. Die Reflexion des Lichts von der weißen Wand trägt zusätzlich zur Helligkeit und Weite des Bereichs bei. Dieses Zusammenspiel von Licht, Gliederung und Funktionalität transformiert die Küche in einen lebendigen und dynamischen Raum, der Begegnungen fördert und den Alltag bereichert.
Materialästhetik und Funktionalität
Bei der Materialwahl für die umgestaltete Küche setzte Into Stories auf einen reizvollen Kontrast zwischen industrieller Robustheit und natürlicher Eleganz. Die Kücheninsel aus gebürstetem Edelstahl vermittelt nicht nur die Ästhetik einer professionellen Großküche, sondern bietet auch praktische Vorteile für den intensiven täglichen Gebrauch: Das Material ist extrem widerstandsfähig, hitzebeständig und ermöglicht die nahtlose Integration von Spülbecken. Diese Wahl unterstreicht die funktionale Ausrichtung der Insel als zentralen Arbeits- und Begegnungsbereich und sorgt gleichzeitig für eine moderne, klare Linienführung im Raum.
Im Gegensatz zur kühlen Anmutung des Edelstahls präsentieren sich die raumgliedernden Schränke mit Fronten aus hellblau geöltem Douglasienfurnier. Diese natürliche Materialität schafft eine warme und einladende Atmosphäre, die sich harmonisch in das Gesamtkonzept einfügt. Die Türen der Schränke sind so konstruiert, dass sie sich platzsparend auffalten lassen, was die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit der Küche zusätzlich erhöht. Der Übergang zum Esszimmer ist elegant metallisch gerahmt, wodurch eine ästhetische Brücke zur Küche geschlagen wird und die Verbindung zwischen den Bereichen fließend bleibt. Dieser bewusste Materialmix verleiht der Küche einen einzigartigen Charakter, der sowohl die Funktionalität als auch die visuelle Attraktivität des Raumes aufwertet und ihn zu einem hellen, geselligen und zugleich ästhetisch anspruchsvollen Ort macht.
