Lowlys „SOFTY“: Eine Klangreise zwischen Art- und Dream Pop
Lowly: Wenn jeder Ton ein Meisterwerk ist
Das dänische Quintett Lowly und seine musikalische Reise
Seit der Veröffentlichung von vier Alben hat die dänische Formation Lowly ihre musikalische Identität durch eine anmutige Sensibilität geprägt, die selbst Künstler wie Brian Eno begeistert hat. Die Gruppe besteht aus den beiden Sängerinnen Soffie Viemose und Nanna Schannong, ergänzt durch Synthesizer, Sampler, Bass und Schlagzeug, und bewegt sich dabei gekonnt an der Schnittstelle von Art- und Dream Pop. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres verzichten sie bewusst auf die übliche, in Hall getränkte Selbstvergessenheit.
Innovative Klangexperimente und einzigartige Akzente
Lowly integriert geschickt Elemente aus der elektronischen Musik, wie zum Beispiel den unruhigen Rhythmus in „At All“, der trotz seiner Ungewöhnlichkeit überraschend stimmig wirkt. Es sind diese feinen Nuancen, die Lowly von anderen, oft austauschbaren Dream-Pop-Künstlern abheben. Beispiele hierfür sind das opulente Outro von „Curious“, das auch gut zu Beth Gibbons passen würde, die hypnotischen Synth-Klänge in „Tilted“, die perfekt in das Repertoire von Kelly Lee Owens passen würden, oder die spielerischen „Hui-Buh“-Effekte am Ende von „Fighter“.
Die Kunst der Klangbalance: „SOFTY“ im Fokus
Die Band beweist ein außergewöhnliches Gespür dafür, wie und wann ein Klangelement eingesetzt werden muss, um einem Song maximale Wirkung zu verleihen, ohne ihn zu überladen. Sie schaffen es, Intensität ohne Pathos zu erzeugen. „SOFTY“ ist ein Album, dessen wahre Kraft sich erst nach wiederholtem Hören entfaltet – eine Kraft, die oft so wunderschön ist, dass sie unwirklich erscheint.
