ArchitekturMay 26, 2026, 9:35 AM

DGNB Aktualisiert Zertifizierungssystem für Nachhaltigen Gebäudebetrieb

DGNB Aktualisiert Zertifizierungssystem für Nachhaltigen Gebäudebetrieb
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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat eine maßgebliche Überarbeitung ihres Zertifizierungssystems für Bestandsgebäude vorgestellt. Diese aktualisierte Version 2026 zielt darauf ab, Eigentümern, Bestandshaltern und Betreibern von Immobilien ein strukturiertes Instrument zur Bewertung und Steuerung der Nachhaltigkeitsperformance ihrer Objekte an die Hand zu geben. Der überarbeitete Kriterienkatalog, der nun auch aktuelle regulatorische Vorgaben wie die EU-Taxonomie integriert, soll Immobilien auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützen und gleichzeitig Risiken wie Wertverlust oder Leerstand mindern. Das System basiert auf einer detaillierten Analyse des Ist-Zustands eines Gebäudes, inklusive Verbrauchsdaten, Kosten und Umweltauswirkungen, um gezielte Verbesserungsmaßnahmen zu ermöglichen. Die Struktur mit zehn Kriterien entlang der Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales bleibt erhalten, wobei der Fokus auf betriebsrelevanten und beeinflussbaren Aspekten liegt.

DGNB Präsentiert Neuerungen im Zertifizierungssystem für Bestandsimmobilien

Am 18. Februar 2026 stellte die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) die innovative Version 2026 ihres Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb der Öffentlichkeit vor. Dieses System ist speziell für Eigentümer, Bestandshalter und Betreiber von bestehenden Immobilien konzipiert. Der neu gestaltete Kriterienkatalog berücksichtigt nun die aktuellen Vorgaben der EU-Taxonomie und bietet eine solide Grundlage für die strukturierte Bewertung der Gebäudeperformance. Die Zertifizierung basiert auf einer umfassenden Bestandsanalyse, die nicht nur Verbräuche und Kosten, sondern auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen eines Gebäudes erfasst. Dies ermöglicht eine präzise Planung und Priorisierung von Verbesserungsmaßnahmen. Städte und Gemeinden mit eigenen Immobilienbeständen können dieses System ebenfalls nutzen, um ihre Gebäude nachhaltiger zu gestalten. Die bewährte Struktur mit den drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales bleibt bestehen, wobei der Schwerpunkt auf den Aspekten liegt, die im laufenden Betrieb direkt beeinflussbar sind. Das Verfahren folgt dem Prinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses nach dem Modell „Plan, Do, Check, Act“ und mündet in objektspezifischen Transitionsplänen, die eine schrittweise Entwicklung hin zur Klimaneutralität fördern. Ein besonderes Merkmal der neuen Version ist die optimierte Dokumentation, die sich auf Kennzahlen und Reporting konzentriert, um Anwendern standardisierte Auswertungen für die ESG-Berichterstattung zu liefern. Neu aufgenommen wurde das wichtige Thema Biodiversität, und eine ergänzende ESG-Verifikation zur EU-Taxonomie ist weiterhin möglich. Das System eignet sich gleichermaßen für einzelne Gebäude als auch für ganze Immobilienportfolios und erleichtert durch seine transparente Vergleichbarkeit strategische Investitionsentscheidungen. Voraussetzung für die Zertifizierung ist eine Betriebsphase von mindestens einem Jahr. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig und kann anschließend rezertifiziert werden, wobei Auszeichnungen in Bronze, Silber, Gold und Platin vergeben werden. Die Entwicklung dieser Überarbeitung erfolgte in enger Kooperation mit renommierten internationalen Partnerorganisationen wie der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI), dem Green Building Council Denmark (RFBB), der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) und dem Green Building Council España (GBCE). Diese Zusammenarbeit gewährleistet eine verbesserte grenzüberschreitende Vergleichbarkeit bei gleichzeitiger Berücksichtigung nationaler Spezifika. Parallel dazu passt die DGNB ihre Qualifizierungsangebote an, indem sie eine spezielle Ausbildung zum Auditor für Gebäude im Betrieb sowie eine modulare Fortbildung zum geprüften Experten für EU-Taxonomie einführt.

Die Aktualisierung des DGNB Zertifizierungssystems für Gebäude im Betrieb stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Bau- und Immobilienwirtschaft dar. Sie unterstreicht die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien und die Notwendigkeit, Bestandsimmobilien aktiv in die Transformation zur Klimaneutralität einzubeziehen. Die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie globale Standards entwickelt werden können, die sowohl universelle Nachhaltigkeitsziele verfolgen als auch lokale Gegebenheiten berücksichtigen. Für Immobilienmanager, Eigentümer und Investoren bietet dieses System eine wertvolle Orientierung und ein wirksames Instrument, um den Wert ihrer Bestände langfristig zu sichern und gleichzeitig einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die Integration der EU-Taxonomie und die Fokussierung auf betriebsrelevante Aspekte machen das System besonders praxisnah und zukunftsorientiert, und die neuen Ausbildungsangebote werden dazu beitragen, die benötigte Expertise in der Branche zu verbreiten.

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