MusikOct 30, 2026, 2:19 AM

Ex:Re: "SAVE AS" – Eine introspektive Klangreise

Ex:Re: "SAVE AS" – Eine introspektive Klangreise
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Elena Tonra, die kreative Kraft hinter der Band Daughter, hat mit ihrem neuesten Projekt Ex:Re und dem Album "SAVE AS" eine beeindruckende musikalische Aussage geschaffen. Diese Veröffentlichung vertieft sich in den Dream Pop, angereichert mit Einflüssen aus Folk und TripHop, und bietet eine introspektive Reise durch persönliche Erfahrungen und musikalische Evolution. Die Platte bewahrt die charakteristische Verträumtheit und emotionale Tiefe, die man von Tonra kennt, und erweitert gleichzeitig ihren künstlerischen Ausdruck.

Die Evolution des Dream Pop: Ex:Re und Daughters klangliche Verbindung

Elena Tonra, als Songwriterin der Gruppe Daughter, hat eine ganz eigene Note in die Welt des Dream Pop gebracht. Ihre Musik zeichnet sich durch eine Mischung aus Melancholie und erdiger Textur aus, die sie von reiner Ätherialität abhebt. Mit Ex:Re, ihrem Solo-Projekt, knüpft sie nahtlos an diese Klangästhetik an, ohne jedoch in bloßer Wiederholung zu verharren. Obwohl die Stücke von "SAVE AS" auch auf einem Daughter-Album ihren Platz finden könnten, liegt der Kern des Projekts in Tonras Wunsch nach einem persönlicheren Ausdruck.

Die neue Veröffentlichung von Ex:Re zeigt, wie Elena Tonra ihre musikalische Handschrift weiterentwickelt hat, während sie den Wurzeln treu bleibt, die ihre Arbeit mit Daughter so unverwechselbar machen. "SAVE AS" ist nicht nur eine Fortsetzung, sondern eine Vertiefung ihres klanglichen Universums, das mit einer introspektiven Note und einer subtilen, doch kraftvollen Emotionalität angereichert ist. Diese Platte ist ein Beleg für Tonras Fähigkeit, Musik zu schaffen, die sowohl vertraut als auch erfrischend neu klingt und den Hörer auf eine gefühlvolle Reise mitnimmt.

Persönliche Erzählungen und Klangexperimente auf "SAVE AS"

Die Lieder auf "SAVE AS" sind stark von Elena Tonras persönlichen Erfahrungen geprägt. So thematisiert der Eröffnungstitel eine lange Reise durch die westlichen Vereinigten Staaten, bei der das ständige Wechseln der Radiosender als Metapher für ihre Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung dient. Dieses Stück, das an die klangliche Ästhetik von Bands wie The Sundays und Cocteau Twins erinnert, geht fließend in "Sleep" über, eine meditative Hommage an eine Figur namens Andrew, die sich durch elektronische und sphärische Klänge auszeichnet und einen deutlich anderen Charakter als der Vorgänger aufweist.

Das Album "SAVE AS" zeichnet sich durch einen mutigen Umgang mit musikalischen Strukturen aus, wie das Stück "Two Chord" beweist, das seinem minimalistischen Titel gerecht wird, ohne an Dynamik zu verlieren. Hier verschieben sich langsame Beats mit TripHop-Einflüssen, Stimmen überlagern sich und Melodien tauchen auf und verschwinden wieder, was eine einzigartige Hörerfahrung schafft. Der abschließende Titel "Healing (Slow)" fasst die Essenz des Albums zusammen: Es ist eine Musik, die sich Zeit nimmt, ihre Stärke in der Ruhe findet und den Hörer zu einer tiefen, nachdenklichen Erfahrung einlädt.

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