Flexible Lernwelten: Die Technische Hochschule Aschaffenburg erweitert ihren Campus mit Interstuhl
Die Technische Hochschule Aschaffenburg hat mit der Fertigstellung von zwei neuen Gebäuden ihren Campus signifikant erweitert. Dieses Projekt, das von Interstuhl mit einem umfassenden Flächennutzungskonzept begleitet wurde, adressiert die wachsenden Studierendenzahlen und die sich wandelnden Anforderungen an moderne Lehr- und Lernumgebungen. Die neuen Räumlichkeiten integrieren Verwaltung, technische Einrichtungen und Lehrbereiche und sind so konzipiert, dass sie maximale Flexibilität für zukünftige Entwicklungen bieten.
Moderne Bildungslandschaft: Ein Blick auf die Campus-Erweiterung in Aschaffenburg
Am 8. Juli 2026 wurde die Erweiterung des Campus der Technischen Hochschule Aschaffenburg offiziell vorgestellt. Die Planung und Realisierung erfolgte durch h4a Gessert + Randecker Generalplaner, während Interstuhl die Innenraumgestaltung und das flexible Einrichtungskonzept verantwortete. Mit einer zusätzlichen Gesamtfläche von etwa 5.500 Quadratmetern bieten die zwei neuen Gebäude nun Platz für verschiedene Fakultäten und fassen zuvor über den Campus verteilte Organisationseinheiten zusammen.
Eine besondere Herausforderung lag in der Anpassung der Innenraumgestaltung an bereits bestehende bauliche Strukturen. Da sich die Anforderungen an Hochschulräume – insbesondere in Bezug auf Projektarbeit, Gruppenlernen und hybride Lehrformate – seit der ursprünglichen Gebäudeplanung stark verändert haben, wurde ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept entwickelt, das größtmögliche Flexibilität gewährleistet. Große Glasflächen in Fassaden und Trennwänden sorgen für helle Räume, während offene Erschließungsbereiche die verschiedenen Nutzungszonen miteinander verbinden. Ein zentrales Atrium mit Oberlichtern schafft durch doppelte Geschosshöhen und weite Sichtachsen eine beeindruckende Großzügigkeit und Lichtfülle. Sichtbetonstützen und eine reduzierte Materialpalette unterstreichen die robuste und langlebige Bauweise.
Unter der Leitung von Workplace Consultant Jennifer Kohlmann und Innenarchitektin Sonja Keinhorst von Interstuhl wurde ein intensiver Beteiligungsprozess durchgeführt. Professoren, Mitarbeiter und andere wichtige Stakeholder wurden durch Interviews, Umfragen und Bedarfsanalysen aktiv in die Planung einbezogen. Dies führte zu einem maßgeschneiderten Flächen- und Möblierungskonzept, das vielfältige Lehr- und Lernformen sowie klassische Arbeitsweisen unterstützt und die effiziente Nutzung der vorhandenen Flächen maximiert. Erweiterungsflächen wurden aktiviert und bieten nun vielseitige Aufenthalts-, Arbeits- und Kommunikationsbereiche für konzentriertes Arbeiten, informellen Austausch und gemeinsames Lernen.
Die Einrichtung ist geprägt von mobilen und modularen Lösungen, die sich flexibel an unterschiedliche Szenarien anpassen lassen. Seminarbereiche können für Gruppenarbeiten umgestaltet, offene Lernzonen für Workshops aktiviert und Kommunikationsbereiche temporär erweitert werden. Die Sofamodule des Systems Tangram bilden in informelleren Bereichen offene Sitzlandschaften, die als Treffpunkte, Lernorte und Kommunikationsinseln dienen. Für Seminar-, Workshop- und Projektbereiche kommt die Kollektion What If We Fly zum Einsatz, die mobile Tische, Whiteboards und Präsentationsflächen umfasst. Ergonomische Bildschirmarbeitsplätze mit dem Bürodrehstuhl Every ergänzen die offenen Lernbereiche. Die Shuffle-Kollektion mit Stühlen, Hockern, Loungesesseln und Barhockern in verschiedenen Farbtönen sorgt für eine einheitliche Formensprache und reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Raumtypen.
Die Erweiterung des Campus der TH Aschaffenburg ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie Hochschulen auf die sich verändernde Bildungslandschaft reagieren können. Durch die Schaffung flexibler, offener und nutzerorientierter Räume wird eine Umgebung geschaffen, die nicht nur den aktuellen, sondern auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Diese Investition in moderne Infrastruktur und innovative Einrichtungskonzepte ermöglicht es Studierenden und Lehrenden, in einer dynamischen und inspirierenden Umgebung zu lernen und zu arbeiten. Es zeigt, dass durchdachte Architektur und Innenraumgestaltung maßgeblich zur Qualität der Hochschulbildung beitragen können.
