DesignSep 21, 2026, 2:19 PM

GREENTERIOR 2026: Innenarchitektur im Spannungsfeld der Bauwende

GREENTERIOR 2026: Innenarchitektur im Spannungsfeld der Bauwende
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Das Klimafestival für die Bauwende präsentiert mit GREENTERIOR 2026 eine wegweisende Veranstaltung, die sich intensiv mit der Rolle der Innenarchitektur im Kontext einer nachhaltigen Transformation des Bauwesens auseinandersetzt. Die Initiative legt den Fokus auf die entscheidenden Rahmenbedingungen, die bereits vor dem eigentlichen Entwurfsprozess die Zirkularität von Innenräumen beeinflussen. Dies umfasst Aspekte wie Vergabeverfahren, Mietvertragskonditionen, Budgetvorgaben und geltende Normen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Innenarchitektinnen und Innenarchitekten nicht nur Räume gestalten, sondern auch aktiv an der Gestaltung dieser Rahmenbedingungen mitwirken können, um eine truly nachhaltige Bauweise zu fördern. Dabei werden innovative Produkte und Lösungen für umweltfreundliche Innenräume vorgestellt, die den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden Bauwirtschaft unterstützen.

Die Veranstaltung beleuchtet außerdem die Herausforderungen und Grenzen, mit denen die Innenarchitektur im Streben nach zirkulären Lösungen konfrontiert ist. Dazu gehören fehlende Bauteildatenbanken, unklare Haftungsfragen und Normen, die primär auf lineares Bauen zugeschnitten sind. GREENTERIOR 2026 versteht diese Abhängigkeiten als Ausgangspunkt, um zu erörtern, wie Planende ihre Rolle vom reinen Entwerfer zum Moderator von Planungsprozessen erweitern können. Es geht darum, nicht nur ästhetische und funktionale Räume zu schaffen, sondern auch die zugrundeliegenden Bedingungen für deren Entstehung aktiv mitzugestalten. Durch diese ganzheitliche Betrachtung soll ein tieferes Verständnis für die Komplexität und die Potenziale der Bauwende im Bereich der Innenarchitektur vermittelt werden, um konkrete Strategien für eine zukunftsfähige Raumgestaltung zu entwickeln.

Grenzen und Gestaltungsmöglichkeiten der Zirkularität im Innenraum

Die Veranstaltung GREENTERIOR 2026 rückt das zentrale Thema in den Fokus, dass die Umsetzbarkeit zirkulärer Innenraumgestaltung maßgeblich von vorgelagerten Faktoren abhängt, die über den eigentlichen Entwurf hinausgehen. Rahmenbedingungen wie Vergabeverfahren, Mietvertragslaufzeiten, finanzielle Budgets und bestehende Normen spielen eine entscheidende Rolle, noch bevor die kreative Gestaltung beginnt. Dies verdeutlicht, dass Innenarchitekten oft an Grenzen stoßen, wenn es darum geht, nachhaltige Konzepte vollständig zu integrieren. Die Konferenz befasst sich daher intensiv mit der Frage, wie diese strukturellen Hindernisse überwunden werden können, um eine wirklich kreislauffähige Bauweise zu fördern und die Transformation bestehender Räume anstelle von Neubauten in den Vordergrund zu stellen.

Ein Kernziel von GREENTERIOR ist es, zu untersuchen, wie sich Aspekte der Kreislaufwirtschaft, detaillierte CO₂-Bilanzen und die adaptive Nutzung von Räumen effektiv in die tägliche Planungspraxis integrieren lassen. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl einzelner nachhaltiger Materialien, sondern um eine umfassende Strategie, die den gesamten Lebenszyklus eines Innenraums berücksichtigt. Zahlreiche Aussteller präsentieren im Rahmen der Veranstaltung innovative Produkte und Lösungsansätze, die einen Beitrag zu nachhaltigeren Innenräumen leisten. Das umfangreiche Bühnenprogramm bietet zudem Diskussionsrunden und Vorträge, die sich mit den Herausforderungen und Chancen der Bauwende auseinandersetzen, insbesondere im Hinblick auf die Einflussnahme von Innenarchitekten auf frühe Entscheidungsprozesse. Es werden Best Practices und strategische Ansätze diskutiert, wie Planende proaktiv an der Gestaltung von Rahmenbedingungen mitwirken können.

Praxisnahe Strategien für nachhaltige Innenarchitektur

Der zweite Tag von GREENTERIOR 2026 widmet sich ganz der praktischen Anwendung und Vertiefung der diskutierten Konzepte. In Vorträgen und Praxis-Checks werden konkrete Strategien vorgestellt, die Innenarchitekten dabei unterstützen, nachhaltige Planungsprozesse umzusetzen. Dies beinhaltet beispielsweise die Vorstellung von Beteiligungsprozessen als Instrument für eine nachhaltige Raumgestaltung, bei der Räume so konzipiert werden, dass sie für zukünftige Nutzungen offenbleiben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse rechtlicher und organisatorischer Hürden, die der Wiederverwendung von Bauteilen entgegenstehen, und der Entwicklung von Lösungsansätzen in Zusammenarbeit mit dem Publikum. Die Veranstaltung bietet somit eine Plattform für den Austausch zwischen Theorie und Praxis, um konkrete Maßnahmen für eine zirkuläre Bauwirtschaft zu erarbeiten.

Im Rahmen des Programms wird auch das Fachbuch „Nachhaltige Innenarchitektur – Strategien für Raum, Struktur und Material“ präsentiert, dessen Herausgeberinnen und Herausgeber die drei Leitfragen des Buches vertiefen und aufzeigen, wie diese in konkrete Strategien für eine zirkuläre Raumgestaltung übersetzt werden können. Ergänzt wird dies durch kurze Einblicke von ausstellenden Unternehmen in ihre Projekte, die praxisnahe Beispiele für nachhaltige Innenräume liefern. GREENTERIOR 2026 nimmt die Abhängigkeiten von Planenden als Ausgangspunkt, um zu untersuchen, wie Innenarchitekten ihre Rolle über den reinen Entwurf hinaus erweitern können. Es geht darum, nicht nur Räume zu gestalten, sondern auch die Bedingungen, unter denen diese entstehen, aktiv mitzugestalten, um so die tatsächlichen Hürden auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bauwende zu überwinden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Lösungen für fehlende Bauteildatenbanken, ungeklärten Haftungsfragen und Normen, die noch nicht auf zirkuläres Bauen ausgerichtet sind.

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