Jonathan Brees 'Don't Call It Love': Eine Hommage an den 80er-Jahre-Pop
Jonathan Brees neuestes musikalisches Werk, "DON'T CALL IT LOVE", erweist sich als eine tiefgreifende Verneigung vor der Ästhetik des 80er-Jahre-Pops, angereichert mit einer frischen und originellen Note. Das Album, das sich an Fans melancholischer nächtlicher Klänge richtet, taucht tief in die Klangwelten einer vergangenen Dekade ein und schafft dabei doch etwas ganz Eigenes. Es ist eine künstlerische Reise, die sowohl nostalgische Gefühle weckt als auch innovative musikalische Pfade beschreitet, wodurch es sich von gewöhnlichen Retro-Produktionen abhebt.
Ein Höhepunkt des Albums ist der Eröffnungstitel "Disappear". Dieser Track wird als ein außergewöhnliches, fragiles Pop-Erlebnis beschrieben, das Vergleiche mit Künstlern wie David Bowie in seinen Glanzzeiten und Roxy Music ohne deren Opulenz aufkommen lässt. Die musikalische Darbietung ist so beeindruckend, dass man sich fragt, wie die Musiklandschaft ausgesehen hätte, wenn Bowie selbst solche Stücke in den 80ern veröffentlicht hätte, anstatt an weniger erfolgreichen Projekten teilzunehmen. Bree, bekannt für seine mysteriöse Latexmaske, nutzt seine kreative Vision voll aus und präsentiert einen Sound, der sowohl vertraut als auch erfrischend unkonventionell klingt.
Der neuseeländische Künstler setzt seine musikalische Erkundung der Pop-Nachtmusik über das gesamte Album fort. Die Präsenz der 80er-Jahre manifestiert sich nicht nur in Songtiteln wie "Part-Time Lover", sondern auch in subtilen und direkten Hommagen an ikonische Pop-Werke dieser Ära. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das Musikvideo zu "Live To Dance", das als Tribut an den Klassiker "The Chauffeur" von Duran Duran konzipiert ist. Diese Referenzen sind geschickt in das moderne Gewand Brees Musik eingebettet, was dem Album eine zusätzliche Ebene der Tiefe verleiht und die Zuhörer auf eine kulturelle Zeitreise mitnimmt.
Die Zusammenarbeit mit Princess Chelsea auf mehreren Tracks, darunter "Disappear", "Live To Dance" und der ergreifenden Ballade "Slow", bereichert das Album erheblich. Ihre stimmliche Ergänzung bietet eine willkommene Abwechslung und fügt Brees sonst eher einheitlichem Sound neue Facetten hinzu. Während Brees Fähigkeiten als Arrangeur und seine Liebe zu diesem speziellen Sound unbestreitbar sind, wird anerkannt, dass seine "Reise durch die Nacht" eine gewisse Länge hat. Doch die Hinzunahme von Princess Chelseas Gesang trägt maßgeblich dazu bei, das Hörerlebnis dynamisch und fesselnd zu halten und verhindert, dass die musikalische Erkundung an Schwung verliert.
Insgesamt präsentiert Jonathan Bree mit "DON'T CALL IT LOVE" ein sorgfältig ausgearbeitetes Album, das die Essenz des 80er-Jahre-Pops einfängt, ohne bloß eine Kopie zu sein. Es ist ein Beweis für Brees Talent, vergangene musikalische Einflüsse neu zu interpretieren und in einem zeitgenössischen Kontext zu präsentieren. Das Album ist eine Empfehlung für alle, die eine gut gemachte musikalische Reise durch die nächtlichen Klanglandschaften einer legendären Ära schätzen.
